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Intelligentes Messsystem (iMSys)

Das intelligente Messsystem (iMSys) besteht aus einem neuen, digitalen Stromzähler sowie einem zusätzlichen Kommunikationsmodul, dem Smart Meter Gateway. Mit diesem Modul kann das iMSys (oder auch Smart Meter genannt) Messwerte sicher und verschlüsselt übertragen. Für Sie heißt das, Sie müssen den Zähler künftig nicht mehr ablesen, denn das Gerät übermittelt Ihre Werte automatisch. 

Im Unterschied zu den bisher eingesetzten analogen Stromzählern erfasst ein intelligenter Stromzähler zudem den Stromverbrauch viertelstündlich und ermöglicht Auswertungen über bestimmte Zeiträume. 

Über ein Onlineportal haben Sie auf Wunsch alles im Blick und können zum Beispiel Ihren Verbrauch und im gegebenen Fall die Einspeisung einsehen. Das liefert Ihnen Transparenz zu Ihrem Stromverbrauch und kann Ihnen helfen, Ihren Stromverbrauch zu optimieren und so Ihren Stromverbrauch zu senken.

Warum werden intelligente Messsysteme eingeführt?

Die europäische Union hat als Ziele der Energiewende u. a. vorgegeben, saubere Energie zu erzeugen und die Energieeffizienz deutlich zu steigern. Intelligente Messsysteme sollen in diesem Zuge helfen, eine sichere und standardisierte Kommunikation in den Energienetzen zu erreichen und die Digitalisierung der Energiewende zu unterstützen.

Denn unser Ziel als Netzbetreiber ist es, ein zukunftssicheres Stromnetz für unsere Kunden aufzubauen. Bisher musste unser Stromnetz Energie von großen zentralen Kraftwerken aus auf die Verbraucher verteilen. Der zunehmende Ausbau der Erneuerbaren Energien brachte jedoch eine starke Veränderung mit sich: Nun speisen Betreiber von stromproduzierenden Anlagen ihren Strom dezentral, an unterschiedlichen Stellen und in variablen Mengen in das öffentliche Netz ein. Waren die Stromleitungen bisher gewissermaßen Einbahnstraßen, so gibt es jetzt auch Gegenverkehr. Und: Die produzierte Energiemenge unterliegt starken Schwankungen.

Dadurch ändern sich die Anforderungen an das Stromnetz und seinen Betrieb grundlegend. Alle Beteiligten – also Erzeuger, Verbraucher aber auch Energiespeicher – werden in dem neuen Stromnetz miteinander verbunden sein. 

Intelligente Messsysteme tragen diesem Umstand Rechnung:  Sie können bei Einspeisern und Verbrauchern im Netz die Energieströme zeitgleich erfassen sowie steuern, Netzdaten aktuell übermitteln und mit dem Energielieferanten und dem Stromnetzbetreiber kommunizieren. Damit bilden sie die Schnittstelle zum intelligenten Energienetz und tragen dazu bei, dass Energie stets dorthin gelangt, wo sie benötigt oder gespeichert wird.

Was kann das intelligente Messsystem?

Das intelligente Messsystem besteht aus einer oder mehreren modernen Messeinrichtungen (Zähler) und einem Kommunikationsmodul (Smart Meter Gateway). Der gesetzlichen Definition nach ist es eine „in ein Kommunikationsnetz eingebundene moderne Messeinrichtung zur Erfassung elektrischer Energie, das den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegelt (…)“ (MsbG §2 Nr. 7). 

Das bedeutet, dass intelligente Messsysteme Stromverbrauchsdaten viertelstündlich erheben und diese verschlüsselt über sichere Datenverbindungen an den Energielieferanten und den Stromnetzbetreiber übermitteln. Eine Zählerablesung durch die Verbraucher ist somit nicht mehr nötig. 

Die Vorteile auf einen Blick: 

  • Transparent – Anschauliche Übersicht über eigene Verbrauchs- und Einspeisedaten im gesetzlich geforderten Online-Portal TRuDI
  • Praktisch – Automatische Zählerablesung durch den Zähler selbst
  • Ökonomisch – Bessere Nachvollzieharbeit von Stromverbrauch bzw. Einspeisung und Erkennen von Einsparpotenzialen
  • Bequem – Schnelle & einfache Nachprüfung der Stromabrechnung
  • Zukunftsorientiert – Technische Basis für künftige potenzielle zeit- und lastvariable Tarife, Stromspar-Apps und Smart Home-Lösungen

Bitte beachten Sie, dass Ihnen – abhängig von Ihrem aktuell verwendeten Zählertyp – möglicherweise nicht alle in den jeweiligen Bedienungsanleitungen beschriebenen Funktionen zur Verfügung stehen.

Wann bekomme ich einen solchen intelligenten Zähler?

Sie erhalten ein intelligentes Messsystem, wenn Sie einen Verbrauch von mehr als 6.000 kWh, eine Erzeugungsleistung von mehr als 7 kW haben oder über unterbrechbare Verbrauchseinrichtungen gem. EnWG § 14a verfügen. Dies schreibt das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) vor. Als Berechnungsgrundlage dient Ihr durchschnittlicher Verbrauch der letzten drei Jahre.

Der Zeitpunkt für den Wechsel hängt vom Alter Ihres aktuellen Zählers, der Eichfrist und regionalen Gegebenheiten ab.

Was kostet der intelligente Zähler?

Für Ihr intelligentes Messsystem (iMSys) beginnen die Preise ab 100 € (brutto) pro Jahr gemäß den Verbrauchsgruppen und werden in der Regel über Ihren Stromanbieter verrechnet. Diese Kosten für den Messstellenbetrieb sind gesetzlich geregelt und dürfen nicht überschritten werden. Alle detaillierten Preise rund um den Zähler finden Sie auf unserem aktuellen Preisblatt.

Übrigens: Sie haben auch für Ihren alten Zähler einen entsprechenden Betrag bezahlt. Für den Zählerwechsel selbst fallen keine separaten Kosten an.

Sind meine Daten mit dem intelligenten Zähler sicher?

Das intelligente Messsystem (iMSys) erfüllt die strengen Datenschutz- und Sicherheitskriterien des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) sowie die Anforderungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es ist zusätzlich über eine PIN und ein Passwort vor unerlaubten Zugriffen am Gerät geschützt. Außerdem verfügt jedes iMSys über ein Sicherheitsmodul für die verschlüsselte Übertragung. Ihre Daten kommen auf diese Weise geschützt bei uns an.

Als Kommunikationsmodul kann ein Mobilfunkmodem verwendet werden, dieses hält alle Grenzwerte ein. In der Praxis heißt das: Die Strahlenbelastung ist nicht höher als bei einem Handy. 

Weitere Informationen zur Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Kann ich den Einbau eines intelligenten Messsystems ablehnen?

Grundlage für die Einführung intelligenter Messsysteme ist das Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen, das Messtellenbetriebsgesetz (MsbG). Das MsbG ist im September 2016 in Kraft getreten. Der Gesetzgeber schreibt den Einbau also im Messstellenbetriebsgesetz vor. Daher gibt es keinerlei Widerspruchsrecht gegen die Ausstattung mit modernen Messeinrichtungen bzw. intelligenten Messsystemen. 

Über eine Online-Visualisierung können Sie allerdings selbst entscheiden. Wünschen Sie diese nicht, dann können Sie Ihre Verbrauchswerte auch nicht online visualisiert einsehen. Unabhängig davon erhalten Sie weiter Ihre jährliche Stromrechnung.

Wie und wann erhalte ich die PIN für meinen intelligenten Zähler?

Eine PIN für Ihren intelligenten Zähler benötigen Sie nur, wenn Sie Ihre aktuelle Leistung aller eingeschalteten Geräte auch am Zähler selbst einsehen möchten.

Ihre PIN können Sie ca. 6 Wochen nach dem Einbau des neuen Zählers über unser Kundenbüro anfordern. 
Sobald Sie Ihre PIN erhalten haben, können Sie loslegen. Mit unserer Bedienungsanleitung unterstützen wir Sie beim Einblick in Ihren Stromverbrauch und erklären, wie Sie die Anzeige des Zählers verstehen können. 

Ich habe mein iMSys erhalten - was nun?

Wenn Sie Ihre Verbrauchs- bzw. Einspeisewerte eines bestimmten Zeitraums (Tag/Woche/Monat/Jahr) online einsehen möchten, registrieren Sie sich im gesetzlich geforderten Portal TRuDI bzw. melden sich dort an. TRuDI stellt Ihnen auf Wunsch automatisch visualisierte Messwerte zur Verfügung. Die Nutzung des Portals ist freiwillig und nicht verpflichtend. 

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